Siebter Tag

Der zündende Funke

Datum:
Do. 15. Sept. 2011
Von:
Monika Herkens

"Kleine Beiträge, aber von vielen; täglich ein kurzes Missionsgebet, aber von Millionen."

(Pauline-Marie Jaricot)

Hahn schildert die opfervolle und erfolgreiche Arbeit von Missionaren in Nordamerika und in Asien und fragt: "Wie werden wir uns nun gegen diese Männer verhalten? Werden wir ihnen sagen: In unserem eigenen Lande haben wir Arme zu verpflegen, Unwissende zu blehren, kirchliche und Unterrichtsanstalten zu gründen und zu unterhalten; dazu, und nur dazu verwenden wir unsere Gaben? Oder werden wir nicht vielmehr eingestehen müssen, dass die Christen als solche nur einen gemeinschaftlichen Vater haben, der da ist Gott, und eine Mutter, die katholische Kirche, die uns alle aus ihrem Schoß geboren, dass wir also in dem Sinne nur ein gemeinschaftliches Vaterland anerkennen müssen, und das, indem wir unsere Verwandten und Landsleute bei Verteilung unserer Almosen reichlich bedenken, wir auch entfernt Bedrängte nicht vergessen dürfen? Dergleichen Betrachtungen haben in uns den Wunsch rege gemacht, dem wirksamsten dieser Vereine beizutreten."

(Aus einem Brief Dr. Hahns an Erzbischof von Spiegel 1834)

Dr. Heinrich Hahn hatte bei einem Krankenbesuch in Belgien ein Missionsjahrbuch gesehen und den Missionsverein der Pauline-Marie Jaricot kennen gelernt. Er war von der Idee begeistert, die katholischen Missionen in aller Welt durch tägliches Gebet und regelmäßige Spenden zu unterstützen, um Menchen für Christus und sein Reich zu gewinnen. Gegen alle Widerstände gründete er den Franziskus-Xaverius-Verein zur Unterstützung der Missionen und warb in Deutschland für ein neues missionarisches Bewusstsein. Er erkannte hierin einen Auftrag für das Laienapostolat und hat in lebenslangem Engagement ein Werk geschaffen, das heute in fortlebt und im Missionswerk der Kinder (Sternsingeraktion) seinen Partner hat; Misereor, Adveniat und Renovabis sind zeitgemäße Neugründungen, die die weltweite Verantwortung der deutschen Katholiken deutlich machen.

  • Wir bitten Gott um Frauen und Männer, die in Mission, Entwicklung und Frieden lebenserfüllende Aufgaben sehen, die die christliche Botschaft zu den Menschen tragen und junge Kirchen bilden, die in der Kraft des Evangeliums Gesundheitswesen und Bildung, Politik und Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft gestalten. Wir bitten Gott um Menschen, die durch Gebet und Spenden das missionarische Wirken der Kirche unterstützen.
  • Wir bitten Gott auf die Fürsprache von Dr. Heinrich Hahn um missionarischen Geist, dass wir das Evangelium von der Liebe Gottes zu allen Menschen tragen und in Gebet und Arbeit diesen Geist der Liebe Gottes verbreiten.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Ehre sei dem Vater
und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit. Amen.

Gebet um die Seligsprechung
des Dieners Gottes Dr. Heinrich Hahn
Gott, du willst, dass alle Menschen gerettet werden
und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.
Du willst, dass deine Kirche in Wort und Tat
das Evangelium deiner Liebe unter den Völkern verkünde.
Wir danken dir, dass du uns in Dr. Heinrich Hahn
einen Gründer des Misssionswerkes der Kirche geschenkt hast,
der als Familienvater und Arzt der Armen,
als politisch verantwortlicher und
ehrenamtlich engagierter Mensch vorbildlich gewirkt hat.
In Demut bitten wir dich:
Gib deinem Diener Heinrich Hahn
Anteil an deiner Herrlichkeit
und schenke uns die Gnade,
ihn bald öffentlich als Seligen des Himmels
verehren zu dürfen,
damit wir dich um seines missionarischen Wirkens willen preisen.
Mir aber und allen,
die im Vertrauen auf seine Fürsprache zu dir rufen,
gewähre dein Heil durch Christus, usneren Herrn.
Amen.