Leitungsverantwortliche und Gremien in den Gemeinden stehen vor einer wachsenden Flut an Verwaltungsaufgaben – von Personalfragen über Finanzen bis hin zu Immobilienmanagement. Das kostet Zeit, Energie und geht oft zulasten der eigentlichen pastoralen Arbeit.
Hier setzt das Modell der Verwaltungsleitung an: Eine professionelle Leitungsperson übernimmt die Personalverantwortung und Koordination in Finanz- und Immobilienfragen, während eine freiwillig engagierte Person als Vorsitzende oder Vorsitzender des Kirchengemeindeverbands fungiert. So liegt die aufsichtsführende Verantwortung nicht mehr allein beim leitenden Pfarrer, sondern wird auf mehrere Schultern verteilt.
Was bringt das?
- Pfarrer gewinnen Freiraum für Seelsorge und pastorale Leitung.
- Engagierte in den Gremien erhalten professionelle Begleitung.
- Mitarbeitende haben eine klare, fachlich kompetente Führungskraft.
- Verwaltungsprozesse werden effizienter, transparenter und zukunftsfähiger.
Von der Pilotphase zum Standardmodell
2021 wurde dieses Konzept in der GdG Aachen Nordwest pilotiert – mit Erfolg! Trotz der Vielzahl an Stakeholdern und Interessen gelang es, das Modell in einem praxisnahen Testlauf zu erproben. Die Erkenntnisse daraus haben überzeugt:
Das Bistum Aachen hat beschlossen, künftig alle neu errichteten Pastoralen Räume standardmäßig mit Verwaltungsleitungen auszustatten.
Ein starkes Modell für die Zukunft
Diese Veränderung ist mehr als nur eine strukturelle Anpassung – sie ist ein Schritt hin zu einer Kirche, die sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren kann: Menschen begleiten, Gemeinschaft fördern, Glauben leben.